Wir sind dabei:

Inklusive Berufliche Bildung

in Kooperation mit

Staatliche Berufsschule Eichstätt

Landmaschinentechnik


Wir unterrichten:  

  • Land- und Baumaschinenmechatroniker

  • Fachpraktiker für Land- und Baumaschinentechnik


Die Tätigkeit im Überblick

Land- und Baumaschinenmechatroniker warten und reparieren Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen und Motorgeräte, die in der Land- und Bauwirtschaft eingesetzt werden. Die Ausbildung findet überwiegend in klein- und mittelständischen Unternehmen statt, die meist im ländlichen Raum, also in Kundennähe, angesiedelt sind. Schwerpunkt des Arbeitsfeldes sind Geräte und Maschinen der landwirtschaftlichen Außenwirtschaft, also der Acker- und Grünlandbewirtschaftung.

Stall-, Forst- und Kommunaltechnik sind weitere Bereiche des Berufsfeldes, aber auch Gartengeräte und besondere Maschinen zur Pflege von Golfplätzen.

   
   

Die Ausbildung im Überblick

Land- und Baumaschinenmechatroniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten und dauert 3,5 Jahre. Die Gesellenprüfung wird in zwei Teilen abgelegt.

  • Teil 1 der Gesellenprüfung , oftmals falsch als Zwischenprüfung bezeichnet, wird am Ende des 2. Lehrjahres, meist im Juni (schriftlicher Teil) und September (praktische Prüfung) abgehalten und zählt 35 % der Gesamtnote.

  • Teil 2 ist am Ende der Ausbildung abzulegen und zählt 65 % der Gesamtnote.

Die Beschulung an der Regens-Wagner-Schule im Überblick

Der Berufsschulunterricht ist an unserer Schule als Blockunterricht organisiert. Die Dauer eines Blockes beträgt eine Woche.

Dauer des Jahresunterrichts:

  

 10. – 12. Klasse        

 je 12 Wochen

 13. Klasse                 

 je ein Tag pro Woche  bis zur schriftlichen Abschlussprüfung 

Die Blockwochen sind gleichmäßig über das ganze Schuljahr verteilt.  

Der Berufsschullehrplan im Überblick

 Auch der Lehrplan der Mechaniker / Mechanikerin für Land- und Baumaschinentechnik ist seit 2003 nach Lernfeldern strukturiert. Im ersten Lehrjahr findet der Berufsschulunterricht generell zusammen mit den Fachklassen für Fahrzeugtechnik statt.

 

 Ab dem zweiten Lehrjahr wird ein gesonderter Unterricht durchgeführt.

Die Lernfelder sind:

 

Fahrzeugservice   

 1. Lehrjahr:

 Warten und Pflege von Fahrzeugen oder Systemen

 108 Std.

 

 2. Lehrjahr: 

 In- und Außerbetriebnehmen von Maschinen, Geräten und Anlagen der Landmaschinentechnik 

   48 Std.

 

 

 

 

Elektrotechnische Systeme

 1. Lehrjahr:

 Prüfen und Instandsetzen elektrischer und elektronischer Systeme

   72 Std.

 

 2. Lehrjahr:

 Prüfen und Instandsetzen von fahrzeugtechnischen Systemen 

   60 Std.

 

 

 

 

Montagetechnik

 1. Lehrjahr:

Demontieren, Instandsetzen und Montieren von fahrzeugtechnischen Baugruppen oder Systemen    

   84 Std. 

 

 2. Lehrjahr:

 Herstellen von Bauteilen für Maschinen, Geräte und Anlagen 

   84 Std.

 

 3/4. Lehrjahr:

 Prüfen und Instandsetzen von Kraftübertragungssystemen an Maschinen und Geräten

 112 Std.

 

 

 

 

 Steuer- und Regelsysteme

 1. Lehrjahr:

 Prüfen und Instandsetzen von Steuerungs- und Regelungssystemen                               

   72 Std.

 

 2. Lehrjahr: 

 Prüfen und Instandsetzen von hydraulischen Steuerungs- und Regelungssystemen                  

   60 Std.

 

 3/4. Lehrjahr:

 Prüfen und Instandsetzen von komplexen Steuerungs- und Regelungssystemen 

   98 Std.

 

 

 

 

 Maschinentechnik

 2. Lehrjahr: 

 Instandhaltung von Verbrennungsmotoren 

   84 Std.

 

 3/4. Lehrjahr:

 Instandhaltung von Fahrwerken an Maschinen und Geräten

 112 Std.

 

 

 Instandsetzen von Maschinen, Geräten und Anlagen der Landmaschinentechnik

   70 Std.

Der Berufsschullehrplan ist für Regel- und Förderberufsschulen identisch. Die Inhalte für die einzelnen Lehrjahre sind jeweils dem Ausbildungsstand angepasst.

Dieses Ausbildungsziel formuliert der Lehrplan:Mechaniker / Mechanikerinnen für Land- und Baumaschinentechnik

  • planen und kontrollieren Arbeitsabläufe und bewerten Arbeitsergebnisse,

  • warten, prüfen und installieren Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen sowie Geräte und setzen diese instand,

  • bearbeiten und fügen Werkstücke und Bauteile manuell und maschinell,

  • diagnostizieren Fehler und Störungen und deren Ursachen in mechanischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Systemen,

  • kommunizieren mit internen und externen Kunden situationsgerecht,

  • bedienen Fahrzeuge und deren Systeme und nehmen sie in Betrieb,

  • wenden qualitätssichernde Maßnahmen an,

  • prüfen Abgase und Einrichtungen zur Emissionsminderung,

  • stellen elektrische Stromanschlüsse her und prüfen sie.

Land- und Baumaschinenmechatroniker führen ihre Arbeit selbstständig und im Team unter Beachtung des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der Qualitätssicherung kundenorientiert aus. Sie beschaffen sich auch Informationen über Einsatz, Ausrüstung, Reparatur und Instandhaltung der Maschinen, planen ihre Arbeit, werten sie aus und dokumentieren sie.

Sie stellen Fehler und Störungen in mechanischen, elektronischen, mechatronischen sowie pneumatischen und hydraulischen Systemen fest und beheben sie.

     
     

Geschichtliche Entwicklung des Berufes

Das Konzept der Regens-Wagner-Berufsschule für die Land- und Baumaschinenmechatroniker

Ab dem 2. Lehrjahr, Schulklasse LM 11, werden die Land- und Baumaschinenmechatroniker in einer eigenen Fachklasse unterrichtet. Den berufsfachlichen Unterricht übernimmt Herr Kleindorfer, den allgemeinbildenden Unterricht Herr Müller und Frau Kottermair. Durch dieses Konzept mit nur 3 Lehrkräften, die jeweils viel Zeit in der Klasse und mit den Schülern verbringen werden Lern- und Verstehensschwierigkeiten bei den einzelnen Schülern besser erkannt. Durch den intensiven Dialog zwischen den Lehrern werden individuelle, personenbezogene Maßnahmen und Hilfestellungen überlegt und ausgearbeitet. Dabei wird auch der Kontakt mit den Ausbildungsbetrieben gepflegt und im Sinne eines erfolgreichen Ausbildungsabschlusses wahrgenommen.

Auch der Kontakt mit Innung und Prüfungsausschuss sowie den Lehrkräften an anderen Berufsschulen wird gesucht, um den Lehrlingen die an der Regens-Wagner-Berufsschule unterrichtet werden einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu ermöglichen. Im Unterricht, der durch den bayernweit verbindlichen Lehrplan inhaltlich festgelegt ist, werden praxis- und berufsorientierte Methoden und Themen bevorzugt. Dies erleichtert das Verstehen und erhöht die Motivation.

Durch die kleinere Klassenstärke können sich die Schüler ihrer Lerngeschwindigkeit entsprechend lange mit einzelnen Fragen und Themen beschäftigen, dies führt zu mehr Erfolgserlebnissen.

Dies setzt natürlich eine hohe Disziplin im Unterricht voraus: Pünktlichkeit, das Benutzen der Bücher und Unterrichtsmaterialien sowie das Zurücknehmen der eigenen Person bei der Mitteilung richtiger Ergebnisse erlauben individuelle Lerngeschwindigkeit. Außerdem wird durch die Homogenität in der Klasse gerade für schwächere Schüler ein geringerer Konkurrenzdruck und weniger Frustration erlebt. Der Spaß an der Schule wird dabei von vielen Schülern wiederentdeckt.

Die Ausstattung der Klassenzimmer und Werkstätten ist durchweg gut. Vorhandene Lehrmittel und Computer werden überlegt und sinnvoll eingesetzt.

Arbeitsblätter werden den Fähigkeiten der Schüler entsprechend angepasst oder erstellt.

Mehr zum Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers...


 

Alois Kleindorfer

Mai 2010