Wir sind dabei:

Inklusive Berufliche Bildung

in Kooperation mit

Staatliche Berufsschule Eichstätt

Projektbericht

zur Abschlussfahrt des Berufsvorbereitungsjahres für Kfz-Technik

 Motiviert von den positiven Reaktionen der Schüler der letztjährigen Abschlussfahrten, wurde auch in diesem Jahr wieder der „Altmühltal-Klassiker“ von uns Lehrern, allen voraus Herr Konrad Adolf, gemeinsam mit den Schülern geplant. Um die körperliche Belastung durch das Radfahren wie im Vorjahr etwas gleichmäßiger auf die drei Tage zu verteilen, gab es täglich ein Zusatzprogramm. Am ersten Tag stand am Nachmittag ein Besuch im Klettergarten an. Am zweiten Tag eine Kanufahrt auf der Altmühl. Am dritten Tag stand der Besuch des Technik Museums in der alten Kratzmühle an. Außerdem sollte am letzten Tag unbedingt wieder eine Fahrt auf dem Main-Donau-Kanal stattfinden, denn wenn es auch nur ein kurzes Teilstück sein sollte, so hat eine Schifffahrt doch immer ein kleines Bisschen etwas von eine großen Reise. Übernachtet wurde wie immer am Campingplatz mit Selbstverpflegung. Dies ist ein nicht zu vergessender Faktor, denn dadurch können etliche Schlüsselqualifikationen wie z.B. Teamfähigkeit beim Vorbereiten des Essens, Eigenverantwortlichkeit bei der Übernahme von wichtigen Aufgaben wie z.B. dem Spülen etc. nochmalig in Alltagssituationen bei den Schülern geweckt werden, die man im Leben stets braucht. Insgesamt zeigt das Ausflugskonzept den Schüler vor allem aber wie man abseits von Fernseher und Computer aktiv seine Freizeit gestalten kann.

1. Tag:

Schrobenhausen – Eichstätt – Kipfenberg – Kratzmühle – Kletter-/Hochseilgarten

     

Wir starten also am 21. Juli bei brütender Hitze in Schrobenhausen. Nach einem kurzen Transfer nach Eichstätt mit Kleinbus und Anhänger, in dem wir wieder Gepäck, Fahrräder etc. problemlos und unabhängig transportieren können, kann das Abenteuer so richtig beginnen. Ein absolutes positives Novum in diesem Jahr ist es, dass wirklich alle Schüler des BVJs gemeinsam mit Herr Adolf, Herr Wiesinger und Herr Müller ab Eichstätt auf Tour gehen.

 Die erste Etappe geht ab Eichstätt mit dem Rad weiter auf dem Altmühltal-Radweg über Kipfenberg bis zu unserem Campingplatz an der Kratzmühle kurz vor Beilngries.

Nach einer heißen Radletappe, bei der uns nicht mal Schlangen…nein Stangen stoppen konnten…

…beziehen wir unser Quartier am Campingplatz und gönnen uns eine kurze Pause bevor wir weiter zum Klettergarten im Altmühltaler Abenteuerpark in Beilngries starten.

   
     
     

 Der Klettergarten…ein echtes Highlight…

   

 

 
 

 Bevor es ab in die Bäume geht, gibt es natürlich die nötige Ausrüstung und eine Einweisung vom Profi. Das korrekte Anlegen der Kletterausrüstung ist nämlich nicht ohne…

 

… so, wie war das nochmal …

  
   
Unaufmerksamkeit oder falsches Verhalten kann in luftiger Höhe schnell ernste Folgen nach sich ziehen und deshalb geht es erst einmal mit einer Bodenübung los um das richtige Sichern zu üben. Unsere Schüler sind hier konzentriert bei der Sache und zeigen Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist, so wie man es sich oft wünscht.
 

 Konzentration...

Wie geht das noch mal? ...Ah so!

 

   
Obwohl die Schüler eigenverantwortlich im Park unterwegs sind hat das Personal immer ein Auge auf das Geschehen und wenn inmitten einer Übung plötzlich Kraft oder Mut abhanden kommen, bleibt niemand lange allein.
Im Kletterpark gibt es Touren mit drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden und jeder kann sich entsprechend der eigenen Einschätzung an seine Grenzen herantasten.
   
Nach kurzer Zeit weicht das erste mulmige Gefühl zunehmendem Selbstvertrauen und am Ende des Klettertages hat fast jeder auch die anspruchsvolleren Übungen gemeistert. Und wenn nicht irgendwann einfach die Kraft fehlen würde, hätten wir wohl Probleme, die Schüler wieder aus den Bäumen zu bekommen.
 

 Das stolze Team

 

Zurück mit dem Rad auf unserem Zeltplatz…

nur noch duschen, grillen…schlafen!

 
   

2. Tag:

Kanufahrt von Kipfenberg zur Kratzmühle – „Chillen“ am See

 

Zwar noch etwas „gerädert“ vom Vortag….aber nach etwas Morgenliteratur, denn das muss auch sein, und einem selbst gemachten Frühstück (leckeres Rührei…) wieder bei Kräften…

 

 

…geht es weiter zum nächsten Highlight…
 
 

 Wir fahren mit dem Rad nach Kipfenberg um unsere Kanutour auf der Altmühl zu starten. Nach einer kurzen Einweisung mit Trockenübung verstauen wir alles was bei einem ungeplanten Kentern nicht nass werden darf in Wasserdichten Fässern und legen ab…

 

   
   

So eine Bootsfahrt fördert nicht nur den Teamgeist, sondern stellt auch Ansprüche an das Durchhaltevermögen des Einzelnen, denn immerhin dauert es gute vier Stunden bis wir an der Kratzmühle wieder festen Boden unter den Füßen haben. Äußerungen wie „Ich will nicht mehr“ oder Fluchen bringen das Fahrzeug nicht ans Ziel und wenn einer keine Lust mehr hat, muss die ganze Besatzung darunter leiden. Doch dieses Mal war das alles irgendwie anders…

 
… nach ein paar Selbstversuchen bezüglich der Fahrstabilität eines Kanus und dem multifunktionalen Einsatz eines Paddels bei vielen Wasserschlachten sowie Enterversuchen durch andere Boote nehmen die Kanus richtig Fahrt auf…Rückblickend war die Bootsfahrt bei 37° und vielen spaßigen Bootsversenkungsaktion, die immer wieder Abkühlung verschafften, ohne jegliche Meckereien trotz der langen Strecke, eine riesiger Spaß für alle – Ja auch für uns Lehrer, auch wenn wir das Boot doch auch mal verlassen durften…bzw. mussten!
 

Von dort geht es zurück mit dem Rad zur Kratzmühle…Was eine wahnsinns Energieleistung von allen – Respekt!

Da ist die verdiente „Chill-Pause“ am See an der Kratzmühle nur allzu verdient…

Am Abend heißt es dann nur noch lecker Käsespätzle kochen und genüsslich gemeisam den anstrengenden, aber superspaßigen Tag ausklingen zu lassen…

Später hört man aus den Zelten nur noch kurz wie sich die Jungs über die gelungene Versenkungsaktion des Lehrerboots amüsieren und wie toll doch so eine Kanufahrt ist,

ein Erlebnis, das noch so gut wie keiner der Schüler vorher erfahren durfte…

und dann ist absolute Stille – der verdiente Schlaf hat alle früh eingeholt…

 

   3. Tag:

Technik Museum Kratzmühle – Riedenburg – Schifffahrt bis Kehlheim auf dem Main-Donau-Kanal – Heimreise mit Bus und Bahn

Nach einer etwas durchregneten Nacht heißt es ganz früh aufstehen…sich den Schlaf aus den Augen reiben und zusammenpacken…denn schon früh geht es dann ins Technik Museum….

 Denn auch das gehört zu unserem Altmühtal-Klassiker….

etwas Neues lernen…

Staunen über Errungenschaften der Zeit etc. …

Und das geht fast nirgends besser als im Technik Museum zum Anfassen…

 

 Vor allem die kleinen Kfz-Abteilung ist besonders interessant

– mit seinen ganz besonderen Unikaten…

 

Nach dem Besuch des Museums gönnen wir uns auch mal einen Luxus und lassen uns das Frühstück im Restraurant am See servieren…auch das muss sein, damit die Schüler die Unterschiede erkennen…

Danach geht es trotz starkem Regen, der der Stimmung aber der vorangegangenen Hitzeschalcht aber auch wirklich gar keinen Abbruch tut, auf dem Drahtesel con der Kratzmühle bis nach Riedeburg...

Unfassbar, was die Jungs für ein Tempo vorlegen…Es ist schön zu sehen, welche Freude sie am Fahrradfahren und dem Genießen der vorbeirauschenden sehr schönen Landschaft gewonnen haben…

 Auf dem Weg nach Riedenburg steht auch eine sehr lustige Fluss-Überquerung per Floß auf dem Programm….

auch wenn das vielleicht vielen als nichts allzu Besonderes vorkommen mag,

unsere Schüler sind genauso wie wir selbst begeistert…

 

Erschöpft aber glücklich besteigt das Team in Riedenburg das Schiff nach Kehlheim…

 
 

Die Schifffahrt wird von allen genossen und das Highlight die Schleusendurchfahrt versetzt alle mit Erstaunen…immerhin wird das Schiff 8,40m abgesenkt…Die Technik der Schleuse und viele andere interssante Dinge wie z.B. die Befreiungshalle auf der Fahrt sorgen für angeregte Gespräche…Auch das sind Dinge, die noch nicht viele Gesehen haben und wir Lehrer sind glücklich beim Betrachten der interessierten und staunenden Augen der Schüler…

   
   

Von Kehlheim aus fahren wir, NATÜRLICH mit dem neuen besten Freund der Schüler dem RAD, erst nach Saal bei Kehlheim um einige Schüler zum Bahnhof zu bringen, die so am schnellsten nach Hause kommen. Danach geht es für den Rest mit dem Kleinbus nach Schrobenhausen zurück. Auch wenn der eine oder andere am Tag zuvor noch gerne ein paar Tage drangehängt hätte, überwiegt jetzt auf der Heimfahrt doch meist die Freude auf das eigene Bett und die gewohnte Umgebung. Doch im Kleinbus und auch im Zug sprechen dennoch alle rückblickend absolut positiv und sehr begeistert von der Abschlussfahrt. Bei der Verabschiedung in SOB bedanken sich alle sehr aufrichtig für die Fahrt und man sieht in allen Gesichtern ein glückliches Funkeln, auch die Zugfahrer haben schon ihre ersten Whatsapp-Nachrichten zum Dank an uns Lehrer abgeschickt. Zu diesem Zeitpunkt ist auch uns Lehrern spätestens nochmals klar wie toll es war und wir freuen uns nochmals über die äußerst gelungene Fahrt mit einer tollen Schülertruppe. Ein Abschluss der für alle tolle und wertvollen Erfahrungen mit sich brachte, was sich auch wie immer in den noch verbleibenden Unterrichtstagen widerspiegeln wird. Und diejenigen, die im folgenden Jahr in einem Ausbildungsverhältnis stehen und unsere Fachklassen besuchen, zeigen uns dies auch dann regelmäßig durch ihre gewonnene positive Einstellung gegenüber der Schule und ihr Vertrauen in unsere Arbeit, bei der sicher auch die Abschlussfahrt einen großen Anteil dazu beigetragen hat.

Wir möchten uns an dieser Stelle, natürlich auch im Namen unserer Schüler, vielmals für die Unterstützung der Regens-Wagner-Förderstiftung bedanken, ohne die die Abschlussfahrt(en) in dieser Form nicht stattfinden könnten.

Text und Bilder: Andreas Müller

Regens-Wagner-Berufsschule Schrobenhausen